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Mehr als nur Mitarbeiter
Jeder unserer Mitarbeiter hat ein persönliches Verhältnis zum Thema Tod und Sterben. Jeder hat sich auf seine Weise damit auseinandergesetzt und ist deshalb in der Lage, ohne Scheu und angemessen auf Trauernde zuzugehen. Mit Einfühlungsvermögen in die jeweilige Situation und Erfahrung damit, was ein Trauernder an Unterstützung braucht, bereichern alle unsere Mitarbeiter den schweren Moment des Abschieds.
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„Bevor ich im Krematorium Hameln anfing, hatte ich keine Erfahrung mit Verstorbenen und Angehörigen. Natürlich war ich bei der ersten Einäscherung aufgeregt, aber mit der Zeit gewöhnt man sich daran. Nicht in dem Sinne, dass es kalte Routine wird. Ich bin immer wieder berührt und denke nach. Neulich haben wir ein magersüchtiges junges Mädchen bestattet. Das ging mir sehr nah und ich dachte automatisch an meine Tochter, die in dem gleichen Alter ist. Auch von Krankheit noch gezeichnete Menschen lassen mich nicht kalt. Solche Erfahrungen wirken auf die eigene Lebensweise. Ich bin gelassener geworden und tue mehr für meine Gesundheit. Die vielen unterschiedlichen Gruppen, die hierher kommen, empfinde ich als Bereicherung. Bei einer buddhistischen Abschiedszeremonie bringen die Trauernden Speisen und Getränke selbst mit. Alles riecht nach Räucherstäbchen, die Anwesenden singen, tanzen, haben kleine Trommeln dabei und geben damit einen Rhythmus vor. Eine Schamanin betet vor und gestaltet die Feier. Die meisten tragen weiße Gewänder und ein weißes Stirnband. Beim Einfahren des Sarges in den Ofen beten sie. Das ist schon sehr ergreifend und manchmal bekomme ich eine Gänsehaut. Ich bin ein emotionaler Mensch und lasse mich berühren. Routine wird diese Arbeit nie und dann wäre man hier auch fehl am Platz.“
Dieter Quednau, kaufmännischer und technischer Mitarbeiter |